MCO Academy 2010

Dirigent

Ton Koopman Foto: Jaap van de Klomp

 
Ton Koopman

wurde in Zwolle/Niederlande geboren. Er studierte Musikwissenschaften, Orgel und Cembalo in Amsterdam; in beiden Instrumenten wurde er mit dem Prix d’Excellence ausgezeichnet. Im Alter von 25 Jahren gründete Koopman sein erstes Barock Orchester, es folgten 1979 das Amsterdam Baroque Orchestra und 1992 der Amsterdam Baroque Choir.

Als Cembalist und Dirigent des Amsterdam Baroque Orchestra & Choir war er im Concertgebouw Amsterdam, Théatre des Champs-Elysées Paris, Musikverein und Konzerthaus Wien, Berliner Philharmonie, Lincoln Center und Carnegie Hall in New York sowie der Suntory Hall Tokyo tätig und gastierte in London, Brüssel, Madrid, Rom, Salzburg, Kopenhagen, Lissabon, München, Athen.

Koopman hat als Gastdirigent mit den weltweit bedeutendsten Orchestern gearbeitet, u.a. Royal Concertgebouw Amsterdam, Berliner Philharmoniker, BR-Orchester München, DSO Berlin, Tonhalle Orchester Zürich, Orchestre Philharmonique de Radio France, Wiener Symphoniker, Boston Symphony, Chicago Symphony, New York Philharmonic, San Francisco Symphony und das Cleveland Orchestra.

Von 1994 bis 2004 realisierte Ton Koopman die Gesamtaufnahme aller Kantaten von Johann Sebastian Bach. Das Projekt wurde mit dem Echo Klassik, dem Prix Hector Berlioz und dem BBC-Award ausgezeichnet. Anschließend begann Koopman mit der Einspielung des Gesamtwerks von Dietrich Buxtehude.

Ton Koopman lehrt Cembalo am Konservatorium von Den Haag, ist Professor an der Universität von Leiden und Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London.

Konzerte

14. Dezember 2010 | Philharmonie Essen
15. Dezember 2010 | Kölner Philharmonie
16. Dezember 2010 | Konzerthaus Dortmund

Programm:

Georg Friedrich Händel | Concerto a due cori Nr. 1 B-Dur
Carl Philipp Emanuel Bach | Sinfonie G-Dur Wq 183 Nr. 4
Georg Friedrich Händel | „Music for the Royal Fireworks“ („Feuerwerksmusik“)
Wolfgang Amadeus Mozart | Sinfonie Nr. 41 C-Dur „Jupiter“

Akademisten

Mark Bessonov | Schlagzeug  ·  Gemma Corrales | Querflöte  ·  Inken Dwars | Violoncello  ·  David Hecker | Viola  ·  Atsuhiko Iwabuchi | Kontrabass  ·  Renée Knigge | Fagott  ·  Markus Mayer | Schlagzeug  ·  Melina Montes | Violoncell·  Nieke Schouten | Oboe  ·  Andrei Simon | Violoncello  ·  Lukas Wittermann | Violoncello  ·  Ji-Yong Yoon | Oboe

Impressionen

MCO Academy 2010 in Dortmund Foto Petra Coddington

Lukas Wittermann | Für mich war es eine unglaubliche Erfahrung. Mir wurde viel gezeigt und ich habe viel gelernt, denn die Profimusiker sind mit den Studierenden sehr kollegial umgegangen. Die Academy Konzerte haben mich wirklich weiter gebracht und das MCO habe ich als sehr positives Orchester mit viel Energie erlebt.

Melina Montes | Es ist fantastisch zu erleben, wie engagiert und temperamentvoll die MCO-Musiker spielen. Ich habe die Musik so richtig gespürt und Ton Koopman hat uns mit viel Respekt behandelt. Er ist immer ruhig geblieben und hat viel Lebensfreude verbreitet. Bei der MCO Academy habe ich auch gelernt, ohne Stachel auf dem Cello zu spielen, und so den Barockstil besser verstanden.

Inken Dwars | Die Academy Konzerte in Essen, Köln und Dortmund sind drei tolle Erlebnisse gewesen. Man wurde regelrecht mitgerissen von der Energie des MCO. Das Orchester hat uns sehr offen aufgenommen, außerdem ist Ton Koopman sehr flexibel und positiv gewesen. Ich muss sagen, es war wahnsinnig toll.

David Hecker | Noch nie habe ich so intensiv alte Musik gespielt wie bei der MCO Academy. Das ist erst gar nicht so leicht, denn man muss sich in den Klang eines neuen Orchesters einfügen. Doch ich glaube, zum Schluss ist mir das gut gelungen.

Nieke Schouten | Ich finde die MCO Academy toll und herausfordernd zugleich. Die MCO-Musiker haben uns viel Interesse entgegen gebracht und weil wir zusammen die barocke Spielweise gelernt haben, sind wir schnell zu einem Team geworden. Ton Koopman hatte auch immer gute Laune und kann unglaublich lebendig dirigieren.

Stipendien

Nieke Schouten | spielte mit dem MCO im Juli 2011 Mozarts "Don Giovanni" bei der Baden-Baden Gala 2011 und ist für weitere Projekte eingeplant.