Montag | 08.10.2018

18:30 Uhr | Orchesterzentrum|NRW | Eintritt 8,00, ermäßigt 4,00 Euro · VVK 8,00 Euro, ermäßigt 4,00 Euro | Karten unter 0231_ 22 696 200 | Karten bestellen

Kopfnoten

Kopfnoten – Eine kleine Geschichte der historischen Aufführungspraxis

Aller Anfang ist schwer – die Pioniere der Alten Musik

Michael Stegemann | Vortrag

Es ist längst nicht mehr nur die „Alte“ Musik, die heute in historischer Aufführungspraxis dargeboten wird – auf alten Instrumenten oder adäquaten Nachbauten, in alter Stimmung, in originaler Besetzungsgröße und in den Spiel- und Gesangspraktiken ihrer Zeit. Selbst Strawinskys „Sacre du printemps“ gibt es inzwischen „historisch“. Und wenn man moderne, fast „jazzige“ Monteverdi-Aufnahmen mit den ersten Madrigalen vergleicht, die Nadia Boulanger 1937 eingespielt hat, könnte es einem schwindelig werden. Wie es dazu kam, und wie die inzwischen drei Generationen historischer Aufführungspraktiker unser Klangbild der Musik verändert haben, zeichnen die Kopfnoten in acht Vorträgen nach.

Die Anfänge der historischen Aufführungspraxis führen zurück ins Fin de siècle, nach Frankreich. 1901 gründete Camille Saint-Saëns in Paris die „Société des instruments anciens“, deren Konzerte auf historischen Instrumenten er bis etwa 1908 vom Cembalo aus leitete. Bald entstanden auch die ersten Schallplatten – Händels Concerti grossi op. 6 unter Ernest Ansermez (1929), Bachs Brandenburgische Konzerte unter Alfred Cortot (1932) oder eine Sammlung von Monteverdi-Madrigalen mit Nadia Boulanger (1937).

Eine gemeinsame Veranstaltung des Orchesterzentrum|NRW und des Konzerthaus Dortmund.

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