MCO Academy 2011
Dirigent
Pierre Boulez
studierte in Paris bei Olivier Messiaen, Andrée Vaurabourg-Honegger und René Leibowitz. 1946 wurde er zum Leiter der Bühnenmusik bei der Compagnie Renaud-Barrault ernannt, in diesem Jahr entstanden Werke wie "Sonatine", "Première Sonate" und die erste Version von "Visage nuptial". Damit zeichnete sich seine Karriere als Komponist ab - besonders zu erwähnen sind "Deuxième Sonate" (1947), "Structures" (1952-1961), "Le Marteau sans maitre" (1954), "Pli selon pli" (1957-1962) sowie "Eclat/Multiples" (1964-1970) und "Rituel in memoriam Maderna" (1975).
In den 70er Jahren übernahm Pierre Boulez die Leitung der New Yorker Philharmoniker und des BBC Symphony Orchestra. Außerdem wurde er zum Präsidenten des neugegründeten Ensembles InterContemporain und zum Professor am Collège de France ernannt. Nach "Parsifal" und "Tristan und Isolde" dirigierte er 1976 in Bayreuth den 100. "Ring" in der Inszenierung von Patrice Chéreau. Auf Einladung des französischen Präsidenten George Pompidou gründete und leitete Pierre Boulez ab 1977 das IRCAM (institut de recherche et coordination acoustique/musique). Zu den Hauptwerken, die am IRCAM entstanden, gehören "Répons" (1981-1986), "Dialogue de l’ombre double" (1985), "...explosante-fixe..." (1991-1993) und "Anthèmes 2" (1997).
Pierre Boulez ist Autor zahlreicher Bücher sowie Essays und beteiligte sich an bedeutenden Projekten wie der Opéra Bastille und der Cité de la musique. Seit 1992 ist er Exklusivkünstler der Deutsche Grammophon. Zur selben Zeit legte er seine Funktion als Direktor des IRCAM nieder. Boulez widmet sich seither ausschließlich der Komposition und seiner Dirigiertätigkeit, die ihn zu den berühmten Festspielen und besten Orchester der Welt führt.
Konzerte
7. Mai 2011 | Konzerthaus Dortmund (öffentliche Generalprobe)
8. Mai 2011 | Kölner Philharmonie
Programm:
Maurice Ravel | "Ma mère l'oye" ("Meine Mutter, die Gans")
Arnold Schönberg | Konzert für Violine und Orchester op. 36
Igor Strawinsky | "Petruschka" Burleske in vier Szenen
Akademisten
Ioannis Petrakis | Violine · Claudia Farres Alava | Violine · Mareike Neumann | Violine · Sara Schulz | Violine · Hyun Mi Kim | Violine · Lee Young Kim | Violine · Ji-Eun Yang | Viola · David Hecker | Viola · Zeynep Tamay | Viola · Cosima Streich | Violoncello · Lukas Wittermann | Violoncello · Andrei Simion | Violoncello · Inken Dwars | Violoncello · Melina Montes | Violoncello · Atsuhiko Iwabuchi | Kontrabass · Maria Beatrice Cantelli | Querflöte · Nieke Schouten | Oboe · Ji-Yong Yoon | Oboe · Sara Tavassoli | Klarinette · Gabor Janosi | Trompete · Kim Tae-Hyung | Schlagzeug · Danilo Francisco Koch | Schlagzeug
Impressionen
Maria Beatrice Cantelli | Ich habe das Glück, bereits dreimal mit dem MCO gespielt zu haben, bin aber dennoch wieder überrascht worden von der hohen Qualität dieses Orchesters und es war wieder ein musikalisches Abenteuer. Spätestens in Köln in der Philharmonie, als Daniel Barenboim höchstpersönlich im Publikum war und aufgestanden ist beim Applaus, hatte ich Gänsehaut! Als ich dann nach dem Konzert mit Boulez und Barenboim gesprochen habe, kam ich nicht mehr von der Wolke herunter. Später wurde ich auch noch eingeladen, mit ihnen auf Asientournee zu gehen; ich musste leider aus zeitlichen Gründen absagen aber hoffe, bald wieder mitspielen zu dürfen.
Inken Dwars | Es war unbeschreiblich, von der Energie des MCO mitgerissen zu werden und mitzumachen. Ich werde noch lange von diesem Erlebnis profitieren!
Jannis Pektaris | Die für mich bemerkenswerteste Erfahrung während der Arbeitsphase mit dem MCO lag darin, wie in kürzester Zeit aus individuellen professionellen Musikern eine künstlerische Einheit entstand. Die hohe Bereitschaft jedes beiteiligten Künstlers zur konzentrierten Arbeit führte zu einer höchst inspirierten Arbeitsatmosphäre und zu einem unvergesslichen Konzert auf höchstem künstlerischen Niveau.
Stipendien
Nieke Schouten | wurde Aushilfe des Mahler Chamber Orchestra und nahm an verschiedenen Konzerten mit dem MCO teil.
Andrei Simion | wurde Stipendiat und nahm an Konzerten mit dem MCO teil.
Renée Knigge | wurde Stipendiat und nahm an Konzerten mit dem MCO teil.

