Torsten Janicke
Stellung: 1. Konzertmeister
Orchester: Gürzenich-Orchester
Lehrgebiet: Probespielsimulation / Orchesterstudien Violine
Semester: WS 08|09
Instrument: Violine
Torsten Janicke, 1958 in Dresden geboren, ist ein Vertreter der berühmten „Dresdner Streicherschule“. Im Alter von sieben Jahren kam er zur Violine und war schon wenig später Preisträger des Zentralen Jugendmusikwettbewerbs der ehemaligen DDR. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Begabung wurde er als 13-Jähriger in die Dresdner Spezialschule für Musik aufgenommen. Von 1976 bis 1982 studierte er bei Professor Heinz Rudolf an der Dresdner Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ sowie in der Meisterklasse von Professor Gustav Schmahl. Weitere Impulse erhielt er in Meisterkursen von Professor Oleg Kryssa, Professor Wolfgang Marschner und Professor André Gertler.
Janicke errang bei internationalen Wettbewerben Preise und Auszeichnungen, so beim Bach-Wettbewerb in Leipzig 1980, beim Violin-Wettbewerb Tibor Varga in Sion 1985 und beim Violinwettbewerb von Indianapolis 1986.
1982 engagierte das Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig den 24-Jährigen als Ersten Konzertmeister. 1989 ging er in derselben Position zunächst zu den Essener Philharmonikern, bis er 1991 als Erster Konzertmeister vom Gürzenich-Orchester Köln verpflichtet wurde.
Seine solistische Tätigkeit führte ihn durch viele Länder Europas, in die USA sowie nach Afrika. Namhafte Orchester engagierten ihn, wie die Rundfunk-Sinfonie-Orchester Leipzig und Berlin, die Dresdner Philharmonie, das Berliner Sinfonieorchester, das Philharmonische Staatsorchester Halle, die Essener Philharmoniker, das Gürzenich-Orchester Kölner Philharmoniker, das Luzerner Sinfonieorchester, das Orchester des Staatstheaters Kassel, das Philharmonische Orchester Dortmund, das Het Brabants Orkest Eindhoven, das Cairo Symphony Orchestra, die Philharmonie Poznan, die Slowakische Nationalphilharmonie Bratislava, das Sinfonieorchester des Rumänischen Rundfunks, das Presidential Symphony Orchestra Ankara und die Staatskapelle St. Petersburg.
Dabei musizierte Janicke mit den Dirigenten Heinz Wallberg, Claus Peter Flor, Peter Schneider, Jiri Belohlávek, Horia Andreescu, Jörg Peter Weigle, Marcello Viotti, Leopold Hager, Georg Fritzsch, Marc Soustrot, Carlos Kalmar, Carl-Anton Rickenbacher, Jac van Steen, Wolf Dieter Hauschild, Heribert Beissel, Michail Jurowski und Dmitri Kitajenko.
Außerdem verpflichteten ihn der Bayrische Rundfunk, der Westdeutsche Rundfunk und das Radio de la Suisse Romande zu Rundfunkaufnahmen. Seine erste CD mit dem Violinkonzert und der Sonate für Violine und Klavier von Richard Strauss erschien im März 1999 bei ebs - classics. Vielbeachtete Kammermusik–CDs von Johann Evangelist Brandl erschienen 2002 und 2003 bei MDG (Dabringhaus & Grimm). Die Violinkonzerte Nr. 3 und 1 von Max Bruch mit dem Gürzenich Orchester unter der Leitung des Chefdirigenten Markus Stenz folgten 2004. Die weltweit erste Gesamteinspielung aller Violinkonzerte von Hans Werner Henze bei MDG (Dabringhaus & Grimm) erschien 2005 und wurde sowohl mit dem „Supersonic Award“ 9/2005 als auch mit dem „Preis der deutschen Schallplattenkritik 3/2005 ausgezeichnet.
Daneben widmet sich Torsten Janicke intensiv der Kammermusik. Er ist Primarius des Gürzenich-Quartetts, Leiter des Gürzenich- und einiger weiterer Kammerorchester. Sein Repertoire umfasst neben der gängigen Literatur auch selten gespielte Werke wie die Violinkonzerte von Hans Werner Henze, Richard Strauss, Louis Spohr, Witold Lutoslawski oder Karol Szymanowski.

