25.04.2019

Werke von Maria Herz, Simon Laks, Richard Strauss und Ludwig van Beethoven

Drei Sinfoniekonzerte in Dortmund, Köln und Detmold

Der Wiederentdeckung verfemter und entrechteter Komponisten widmet sich die OZM|Symphony, das Sinfonieorchester des Orchesterzentrum|NRW, in drei Sinfoniekonzerten am 10., 11. und 12. Mai 2019 in Dortmund, Köln und Detmold. In Kooperation mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln und der Hochschule für Musik Detmold werden im Rahmen des Projektes „EchoSpore“, das von der Deutsche Bank Stiftung und Stiftung Lichterfeld gefördert wird, das Klavierkonzert op. 4 von Maria Herz sowie das Concerto da Camera für Klavier, neun Bläser und Schlagwerk von Simon Laks zu Gehör gebracht. Als Solisten werden mit Alexandre Chenorkian und Yeon-Min Park Preisträger des von der Stiftung Kurd Aschenbrenner geförderten Chopin+-Klavier-Wettbewerbs 2018 die beiden Werke interpretieren. Als Dirigent konnte Prof. Alexander Rumpf gewonnen werden.

Der polnisch-französische Komponist Simon Laks ist Überlebender des KZ Ausschwitz. Sein Concerto da Camera entstand 1963 in Paris und ist heute ein zu selten gespieltes Kleinod. Gleiches gilt für das Klavierkonzert von Maria Herz, die während der Naziherrschaft in Deutschland ins englische Exil getrieben wurde. Die beiden Werke werden gerahmt von zwei der spannendsten Orchesterwerke aus Klassik und Romantik, Beethovens „Coriolan“-Ouvertüre und dem „Don Juan“ von Richard Strauss.

Die OZM|Symphony, das Sinfonieorchester des Orchesterzentrum|NRW, ist ein gemeinsames Orchester der vier Musikhochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Es setzt sich aus Studierenden der Hochschulen in Detmold, Düsseldorf, Essen und Köln zusammen, die sich im Masterstudiengang „Orchesterspiel“ am Orchesterzentrum|NRW in Dortmund auf eine Karriere als Orchestermusiker vorbereiten. Das Orchester wird im Rahmen der drei Konzerte zum ersten Mal überhaupt an zwei seiner Trägerhochschulen zu Gast sein.

Prof. Alexander Rumpf, der Dirigent der drei Konzerte, war Assistent von Herbert von Karajan während der Salzburger Festspiele, später als Stellvertretender Generalmusikdirektor in Dortmund tätig und anschließend Generalmusikdirektor am Oldenburgischen Staatstheater. Er arbeitete mit vielen renommierten Orchestern in Deutschland und u. a. auch mit dem BBC Symphony Orchestra und an der San Francisco Opera. Seit 2015 ist er Professor für Dirigieren in Köln.

Das Projekt „EchoSpore“ dient der (Wieder-)Entdeckung verfemter, entrechteter, verfolgter, ins Exil gezwungener, ghettoisierter, ins Lager gesperrter und ermordeter Komponisten. Es stellt sicher, dass das Schicksal der Menschen nicht vergessen wird und die Täter ihre Ziele nicht erreichen.

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